
PSEUDORAMA
Eine zu 99% analoge virtuelle Realität
Von DARUM in Kooperation mit der Rechercheplattform DOSSIER
Eine Koproduktion mit dem Volkstheater Wien

Foto: Apollonia T. Bitzan
Was ist wahr und was falsch, wer steht im Hellen und wer im Dunkeln? Während die COVID-19-Pandemie allmählich zu einer Infodemie mutierte, radikalisierte sich der Kampf um die Wahrheit selbst. Teile der Bevölkerung koppelten sich ab, fanden in Telegram-Gruppen oder auf QuerdenkerDemos ihre neue, passendere Wirklichkeit. Desinformation wurde zur Waffe. Auch
nach der Pandemie bleibt der Riss bestehen: Dialog oder Konsens zwischen den Lagern scheinen unmöglich, stattdessen lebt man in getrennten Sphären, Weltsichten prallen aufeinander, Misstrauen regiert. Auch Familien, Beziehungen, jahrzehntelange Freundschaften finden plötzlich keine gemeinsame Sprache mehr. Noch nie war es so leicht wie heute, sich im Gewirr der Meinungen zu verlieren — und Gegner:innen dabei aus dem Schatten der Anonymität heraus zu drangsalieren. Wie ein Gespenst spuken die Nachwirkungen der Pandemie durch unsere Gegenwart.
Das Wiener Regieduo DARUM beschäftigt sich mit ebenjenen Themen, die einen nachts nicht schlafen lassen — blinde Flecken in der Gesellschaft, unheimliche Wiedergänger der Geschichte, das Unversöhnliche und Widersprüchliche des Alltags. Mit ihrer VR-Performance [EOL]. END OF LIFE wurden sie 2025 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Nun entwickeln DARUM gemeinsam mit der unabhängigen Rechercheplattform DOSSIER erstmals eine Produktion am Volkstheater — es entsteht eine Elegie auf die Wahrheit und ein Panorama des Zweifelns.
Termine
Premiere: Sa. 13. September 2025, 21 Uhr
Dunkelkammer | Volkstheater Wien
(Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien)
Weitere Termine:
Di. 16.09., 18 Uhr
Fr. 19.09., 18 Uhr
Mi. 24.09., 21 Uhr
Mo. 29.09., 20 Uhr
So. 05.10., 20 Uhr
Sa. 11.10., 18 Uhr
Sa. 18.10., 21 Uhr
Do. 23.10., 18 Uhr
Sa. 25.10., 18 Uhr
2. Spielserie:
Mi. 21.01.26, 18 Uhr
Do. 22.01.26, 18 Uhr
Sa. 24.01.26, 18 Uhr
Mo. 26.01.26, 18 Uhr
Fr. 30.01.26, 21 Uhr
Sa. 31.01.26, 18 Uhr
Februar Termine kommen in Januar




Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Pressestimmen:
„In »Pseudorama« ist aber die Form interessant: Erst beleuchtet noch eine trübe Lampe Suske und Nocker, dann völlige Dunkelheit, Stimmen im Raum, schließlich glaubt man sich in einer Camera obscura, Bilder blitzen auf, nichts ist gewiss, keine Wahrheit.“
(Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung)
„Die Corona-Pandemie ging mit dem Platzgreifen digitaler Räume einher. [...] Diese Erfahrung übersetzt das Duo DARUM [...] in eine bildverweigernde Inszenierung. [...] Man hört und lässt sich von einschneidenden Lauten dolby surround schockieren [...]. Über das lichtlos auf Bänken sitzende Publikum schießen Stroboskopeffekte hinweg [...]. Hart für die Sinne.“
(Margarete Affenzeller, Der Standard)
„»Pseudorama« arbeitet mit Unwohlsein auf verschiedensten Ebenen. [...] Der Gedankenstrom des unbenannten Erzählers nimmt das Publikum mit auf eine nur allzu realistische Reise in die nahe Vergangenheit [...]. Gemeinsam mit der Unruhe, die dem Text folgt, kommt die Nervosität vor dem nächsten lauten Krach, dem nächsten Blitz. Eine ganz eigene Anspannung, die die Sprache untermalt.“
(Johanna T. Hellmich, The Gap)
„Dank einer tollen Surround-Sound-Kulisse und plötzlicher Lichtblitze geht der Abend mitunter richtiggehend unter die Haut.“
(Martin Thomas Pesl, FALTER)
Team:
Konzept, Regie & Story Victoria Halper & Kai Krösche (DARUM) Musik & Sounddesign Arthur Fussy Raum Apollonia T. Bitzan (mit Flora Valentina Besenbäck) Text Kai Krösche Dramaturgie Matthias Seier Lichttechnische Beratung Ines Wessely Regieassistenz Ferdinand Trübsbach
Mit Paula Nocker und Stefan Suske
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7).
Presse:
Der Standard - Volkstheater startet mit Jura Soyfer und Komödienpreis in neue Intendanz (12. Mai 2025)